verbinder - Ausgabe 38

Familiengeschichten bei binder

„binder – ein Familienunternehmen.“ Eine Schlagzeile, die stolz macht. Allein schon deshalb, da das Unternehmen seit seiner Gründung im Familienbesitz ist. Dass einige Mitarbeiter aus ein und derselben Familie bei binder arbeiten, verleiht der Sache einen ganz besonderen Charme.

von Mathias Burkhardt


Sie sitzen sich gegenüber und lachen sich an. Uwe Stadtmüller und seine Tochter Kea-Joy. Der Papa ist seit 13 Jahren bei binder, Kea hat im September vergangenen Jahres ihre Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik begonnen. Auf die Frage, wie es sich anfühlt, wenn Vater und Tochter im gleichen Unternehmen arbeiten, lacht Kea und sagt: „Ich musste mich schon daran gewöhnen, dass alle immer gleich zu Papa rennen.“„Ist doch logisch“, entgegnete ihr der Vater schelmisch. Bis jetzt sei ihm sowieso noch nie etwas Negatives berichtet worden.

Wohlfühlen

Uwe Stadtmüller ist froh, dass seine Tochter bei binder „gelandet“ ist. „Ich habe den ersten Kontakt hergestellt und Kea ist dann die entscheidenden Schritte selbst gegangen“, erinnert sich der Papa. Und die Tochter ist genauso froh, wir ihr Vater: „binder ist für mich nach dieser kurzen Zeit schon wie zu einer riesengroßen Familie geworden“, sagt sie voller Überzeugung. Kea Stadtmüller: „Ich fühle mich sehr wohl hier, bin toll aufgenommen worden und sehe auch eine Perspektive für meine Zukunft.“ Sie möchte sich für binder unentbehrlich machen und strebt im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses nach der Ausbildung eine Weiterentwicklung an. Und wie sieht das die Mama, wenn Vater und Tochter den gleichen Arbeitgeber haben? „Die sagt mir mindestens einmal in der Woche, wie glücklich sie ist, dass ich den Ausbildungsplatz bei binder bekommen habe“, kommt es gleich wie aus der Pistole geschossen von Kea. Und genau das, was die 20-Jährige beschrieben hat, kann ihr Vater nur bestätigen. Uwe Stadtmüller: „binder ist ein richtiges Familienunternehmen, das einiges für seine Mitarbeiter tut und in den zurückliegenden Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen hat.“

binder ist für mich nach dieser kurzen Zeit schon wie zu einer riesengroßen Familie geworden… Ich fühle mich sehr wohl hier, bin toll aufgenommen worden und sehe auch eine Perspektive für meine Zukunft.“

-- Kea Stadtmüller

Herausforderungen annehmen

Natürlich bringt ein „gutes Arbeitsklima“ nur dann etwas, wenn auch die berufliche Herausforderung stimmt. Aber auch hier ist sich Familie Stadtmüller einig. Beide sind zufrieden mit der Abwechslung in ihren Jobs. Als Einrichter in der Handfertigung im Werk 3 stehen für Uwe Stadtmüller auch einmal stressigere Arbeitstage an. Da müsse man eben schauen, dass man„rumkomme“, berichtet der Erlenbacher. „Das ist doch für dich kein Problem“, unterbricht ihn seine Tochter prompt. Ihr Vater sei immer sehr gelassen, das zeichne ihn aus. Ihn bringe so schnell nichts aus der Ruhe. Auch wenn seine Ruhe in auszeichnet, ist er auch zuhause immer am Arbeiten, weiß Kea: „Kaum ist er daheim, steht er im Garten oder ‚wurstelt‘ irgendwas am Haus herum.“ „Ich bin eben so“, sagt da der Papa zu seiner Freizeitgestaltung. „Ich muss auch zuhause immer etwas tun. Das entspannt mich eher, als auf der Couch zu liegen“. Kea hingegen mag es lieber sportlich und geht in ihrer Freizeit Joggen und ins Fitnessstudio.

Nähe zulassen

Ein gänzlich anderes Hobby hat Andreas Neuner. Der 53-Jährige, Teamleiter Konstruktion und Entwicklung bei binder, beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Neurolinguistik. „Es geht darum, wie automatisierte Verhaltensweisen beim Menschen erkannt und dann verbessert werden können“, erzählt der Bad Rappenauer begeistert. Doch bevor die Sache zu kompliziert wird, zurück zum Thema, zurück zu „binder Familie“. Denn auch Andreas Neuner hat den gleichen Arbeitgeber wie sein Sohn Victor. Der 24-Jährige ist – genau wie Kea-Joy Stadtmüller – seit September 2015 „binder Azubi“. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Industriemechaniker in einem anderen Betrieb, lässt er sich bei binder jetzt zum technischen Produktdesigner ausbilden. „Das war schon immer mein Ziel“, erzählt er. Dass er letztendlich bei binder gelandet ist, hat auch er ein Stück weit seinemVater zu verdanken. Der Papa habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass binder genau in diesem Arbeitsfeld wieder ausbilden möchte. Und das, obwohl er anfangs selbst gar nicht so begeistert von der Vorstellung war, dass der eigene Sohn im gleichen Unternehmen arbeitet. „Das war mir alles ein bisschen zu nahe“, beschreibt Andreas Neuner seine Gedanken und weiter: „Deshalb habe ich auch klargestellt, dass ich Victor selbst nicht ausbilden werde.“ Inzwischen hat er sich aber an die Situation gewöhnt und ist sogar froh,„dass Victor da ist“.„Es fühlt sich gut an.“ Und Victor dazu? „Ich hatte damit von Anfang an kein Problem.“ Mit dem Verlauf seines ersten Ausbildungsjahres ist er bisher „sehr zufrieden“. Vor allem der Ausbildungsrahmenplan, der einen Einblick in viele verschiedene Abteilungen ermöglicht, hat es ihm angetan. Victor Neuner: „Wir Azubis lernen dadurch schnell viele Abteilungen kennen und bekommen ein Gefühl, wie groß binder ist.“ „Da kann ich nur zustimmen“, nickt Vater Andreas und erinnert sich noch an Zeiten, in denen binder um einiges kleiner war. Die Entwicklung sei in den vergangenen Jahren rasant gewesen. Andreas Neuner hebt vor allem das gute Niveau der Produkte als Merkmal hervor und sieht auch und gerade in der Struktur eines Familienunternehmens eine große Stärke von binder. „Die Wege sind kurz, die Entscheidungen fallen schnell, das zeichnet uns aus“, erläutert er. Und da auch die Wege der Familie Neuner zu binder bekanntlich „kurz“ sind, ist er begeistert davon, dass nun auch noch seine 16-jährige Tochter Aurelia im kommenden Sommer bei einem Ferienjob erste Berufseindrücke bei binder sammeln wird. Gleich drei binder Mitarbeiter aus derselben Familie. Kann das gut gehen oder nehmen da Themen rund um und über binder nicht zu viel Platz im Familienleben ein? Victor lacht seinen Vater an und auch der muss schmunzeln. „Naja“, beginnt der Ältere der beiden Neuners zögerlich,„es ist schon so, dass wir das Thema auch in der Freizeit nicht gänzlich ausklammern können, es ist ja auch ein wichtiger Bereich unseres Lebens“.

„Wir Azubis lernen (dadurch) schnell viele Abteilungen kennen und bekommen ein Gefühl, wie groß binder ist.“

-- Victor Neuner

Treu bleiben

Nochmal um einiges länger als Uwe Stadtmüller und Andreas Neuner arbeitet Dietmar Zucknick bei binder. Nämlich sage und schreibe 40 Jahre. „Ich kann es selbst kaum glauben“, ist er im Gespräch erstaunt über die Zeit, die vergangen ist, seitdem er selbst als Lehrling bei binder begonnen hat. „Damals hat mein Vater mitbekommen, dass binder Lehrlinge sucht und mich zu einem Eignungstest in die Rötelstraße gebracht“, schwelgt er in Erinnerung. Seit seiner Ausbildung im Werkzeugbau Mitte der 1970er-Jahre arbeitet er bei binder, seit 1982 in der Litzenfertigung. „Ich habe einen großen Teil der Entwicklung des Unternehmens persönlich miterleben und begleiten dürfen, dafür bin ich unheimlich dankbar“, erzählt er und erklärt: „Als ich begonnen habe, wurden die Litzen noch von Hand gefertigt, später dann elektrisch und heute macht es ein Vollautomat.“

40 Jahre Betriebszugehörigkeit: Da ist es fast schon logisch, dass diese enge Verbundenheit zum Unternehmen nicht spurlos an der Familie vorbei gehen konnte. Als Tochter Vanessa eine Ausbildung beginnen wollte, war der Papa für die heute 28-Jährige die erste Anlaufstelle. „Er hat sich erkundigt, für welche Berufe binder überhaupt ausbildet“, erzählt sie. Die gelernte Industriekauffrau zählt das „Umgehen mit Zahlen“ zu ihren Stärken und daher passte es perfekt, dass sie nach einem Schülerpraktikum und der anschließenden Ausbildung zur Industriekauffrau nunmehr seit mehr als fünf Jahren in der Finanzbuchhaltung ihren Platz gefunden hat. Vanessa Beck ist mindestens genauso froh über ihre Arbeit wie der Papa. Sie könne Verantwortung übernehmen und habe abwechslungsreiche Aufgaben. Über allem stehe aber das sehr gute Betriebsklima.„Es passt einfach bei binder für uns“, sind sich Vater und Tochter einig. binder sei eben „durch und durch“ ein Familienunternehmen. Dinge, wie ein sicherer Arbeitsplatz, die pünktliche Überweisung des Gehalts, ein bodenständiger, ehrlicher Umgang miteinander oder der oft auch über die Arbeit hinausgehende persönliche Kontakt unter den Mitarbeitern, sind für Vanessa Beck und ihren Vater Dietmar Zucknick Werte, die für binder stehen und die binder ausmachen.

„Das Betriebsklima bei binder ist super – das schätze ich sehr.“

--Vanessa Beck

Werte schätzen

Die Gesprächsthemen von Familie Zucknick/Beck, zuhause in Züttlingen, übrigens handeln dann doch auch das ein oder andere Mal von binder. „Wir reden schon über neuesten ‚Klatsch und Tratsch‘ in der Firma“, erzählt Vanessa. „Ja, das stimmt – da gibt es immer was zu bereden“, ergänzt der Papa lächelnd. Als seine Tochter bei binder angefangen hat, hat er sich übrigens durchaus Sorgen gemacht, ob das Ganze einen guten Verlauf nimmt. Weniger wegen Vanessa selbst. Er war sich einfach nicht so sicher, ob das so ankomme, wenn jetzt auch noch die eigene Tochter im selben Betrieb arbeitet. „Ich habe mir ein bisschen Sorgen gemacht, was die Leute über uns denken“, erklärt Dietmar Zucknick. Das habe sich aber alles schnell in Luft aufgelöst. „Ich wusste ja auch, dass sie immer sehr engagiert an ihre Aufgaben rangeht“, erwähnt er damit auch gleich eine ihrer großen Stärken. Vanessa, die in ihrer Freizeit gerne schwimmt, mit den Inline-Skates unterwegs ist oder zum Zumba geht, hatte jedenfalls nie Probleme damit, dass der Vater im gleichen Betrieb arbeitet, sondern empfindet es eher als schöne Bereicherung und sagt:„Er ist hier bei der Arbeit genauso geduldig und hilfsbereit, wie er es auch zuhause ist.“ Bei vier Frauen daheim und über dreißig in seiner Abteilung, sei das aber auch unumgänglich…

Drei Beispiele von vielen, die zeigen, dass binder mehr ist als nur ein "normaler" Arbeitgeber. binder ist im besten Sinne ein Familienunternehmen. Von Franz Binder und seiner Frau Margot gegründet und geprägt, von Markus Binder erfolgreich, modern und zeitgemäß geführt sowie international ausgerichtet und von Mitarbeitern getragen, die Werte wie Bodenständigkeit, Vertrauen und Ehrlichkeit schätzen – manche sogar so sehr, dass nicht nur ein Familienmitglied täglich den Weg in die Neckarsulmer Rötelstraße findet.

binder – ein Familienunternehmen.